
Chinesische Roboterfabrik erreicht 10-Minuten-Takt
|
Asien
Zusammenfassung
Der chinesische Roboterhersteller UBTECH hat in Liuzhou eine Fabrik in Betrieb genommen, die humanoid-Roboter im Zehn-Minuten-Takt produziert. Die 14.000 Quadratmeter große Anlage nutzt Siemens-Software für digitale Zwillinge und Produktionsplanung und stellt sowohl Consumer-Modelle als auch Industrieroboter der Walker-Serie her. Zeitgleich hat die US-amerikanische Bundesnetzagentur (FCC) im Juli humanoid-Roboter auf ihre Verbotsliste gesetzt und blockiert damit Neuimporte aus China mit der Begründung von Cyber-Sicherheits- und Sicherheitsrisiken. Diese Maßnahme markiert einen formalen Schritt in einem globalen Wettbewerb um die Roboter-Fertigung, dessen Ausgang nach vielen Messgrößen bereits entschieden scheint.

Klartext von Simon
Zehn Minuten pro Einheit. Das ist Automobilwerk-Takt, nur für Humanoid-Roboter statt für Blechteile. Während in China die Linie läuft, verhängen die USA ein Importverbot für neue Roboter. Das eine baut eine Fertigungslogik auf, die mit jeder Einheit besser wird. Das andere blockiert nur den Zugang zum eigenen Markt. Ein Importstopp bremst den Wettbewerber im Inland. Er bremst nicht die Lernkurve, die in der Fabrik in China gerade entsteht, Prozess für Prozess, Zulieferer für Zulieferer. Diese Erfahrung holt man später nicht per Dekret nach. Wer ein Verbot für Industriepolitik hält, verwechselt Abwehr mit Aufbau.
Quelle: Tech Times