
Singapur eröffnet A*Star-Zentrum für KI in der Fertigung
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Asien
Zusammenfassung
Singapur hat ein neues Zentrum der A*Star-Forschungsorganisation gegründet, um Fertigungsbetriebe bei der Einführung von künstlicher Intelligenz zu unterstützen. Das „Sectoral AI Centre of Excellence for Manufacturing" wurde Ende September vom stellvertretenden Premierminister ins Leben gerufen und soll Herstellern helfen, durch KI ihre Effizienz zu steigern, Kosten zu senken und neue Geschäftschancen zu erschließen. Bereits mehr als zehn Unternehmen haben sich zur Zusammenarbeit angemeldet. Die Initiative bietet vorgefertigte KI-Modelle an, die auf verschiedene Anwendungen wie Qualitätskontrolle, vorausschauende Wartung und Automatisierung zugeschnitten werden können. Beispiele sind ein intelligenter Assistent zur Fehlerbehebung oder Systeme, die basierend auf Sensordaten optimale Wartungszeitpunkte ermitteln. Unter den teilnehmenden Unternehmen sind Coca-Cola und Philips, die gemeinsam mit A*Star an maßgeschneiderten Lösungen arbeiten – etwa um Getränkeverteilungen effizienter zu gestalten.

Klartext von Simon
Ein neues A*Star-Zentrum in Singapur. Staatlich finanziert, mit dem klaren Auftrag, Herstellern bei der praktischen KI-Implementierung zu helfen. Das ist bemerkenswert, weil es eine Lücke adressiert, die in Europa kaum jemand offiziell anerkennt. Nicht die Technologie ist der Engpass bei KI-Adoption in der Fertigung. Der Transfer von der Machbarkeitsstudie in den laufenden Betrieb ist es. Genau da braucht es Struktur, Personal und Budget, nicht noch ein Pilotprojekt. Singapur baut dafür eine Institution. In Deutschland diskutieren wir stattdessen, ob der Mittelstand überhaupt bereit ist. Die eigentliche Frage ist nicht, ob so ein Zentrum gute Arbeit leistet. Sie ist, wie viele Hersteller es tatsächlich erreicht, bevor die nächste Fördermittelrunde beginnt.
Quelle: Singapore Economic Development Board (EDB)